Beiträge

Bitkom-Studie 2026: Entwicklungen in der Unterhaltungselektronik und ihre Bedeutung für die PR

Die aktuelle Bitkom-Studie „Die Zukunft der Consumer Technology 2026“ zeigt, wie sich der deutsche Markt für Unterhaltungselektronik entwickelt. Während die Umsätze im Bereich der klassischen Consumer Electronics weiter leicht zurückgehen, schaffen künstliche Intelligenz und neue Technologien zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten. Für die PR ergeben sich daraus drei wesentliche Erkenntnisse: Technologische Innovationen benötigen eine verständliche Einordnung, unabhängige Medien bleiben wichtige Orientierungspunkte und KI-gestützte Suchsysteme erweitern die Wege, auf denen Verbraucherinnen und Verbraucher Informationen finden. Damit verändern sich auch die Anforderungen an die Kommunikation von Consumer Electronics.

 

Die neue Bitkom-Studie spricht eine deutliche Sprache: Im Bereich der Unterhaltungselektronik prägen neue Technologien wie künstliche Intelligenz, veränderte Nutzungsgewohnheiten und innovative Produktkategorien die Branche. Gleichzeitig zeigt die Erhebung, dass sich der deutsche Markt für klassische Unterhaltungselektronik wirtschaftlich eher verhalten entwickelt. Für 2026 prognostiziert der Digitalverband einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro – und damit einen Rückgang um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Neben dieser Marktentwicklung untersucht die Studie auch, wie die Verbraucher neue Technologien nutzen und welche Funktionen sie sich für die Zukunft wünschen. Besonders die zunehmende Integration von KI in alltägliche Geräte spielt dabei eine Rolle.

 

Für Hersteller aus der CE-Branche stellt sich damit auch die Frage, wie sie diese Entwicklungen kommunikativ begleiten und für sich nutzen können. Denn neben den Produkten selbst verändern sich schließlich auch die Informationsbedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher. Zoomen wir einmal näher in die Ergebnisse der Bitkom-Studie.

Ein genauer Blick in die Bitkom-Studie 2026 zum Markt für Unterhaltungselektronik

Die Bitkom-Studie dokumentiert einen anhaltenden Umsatzrückgang bei klassischer Unterhaltungselektronik. Gleichzeitig entwickeln sich immer wieder neue technologische Möglichkeiten. Das Spannende daran: Die wirtschaftliche Entwicklung und die Innovationsgeschwindigkeit der Unterhaltungselektronik verlaufen nicht parallel.

 

Obwohl die Umsätze also im sechsten Jahr in Folge rückläufig sind, zeigen die Ergebnisse, dass das Interesse der Menschen an neuen Funktionen und Gerätekategorien durchaus vorhanden ist. Beispielsweise haben 15 Prozent der Deutschen bereits Smart Glasses ausprobiert, weitere 28 Prozent würden diese gerne nutzen. Auch bei Kopfhörern zeigt sich der Wunsch nach zusätzlichen Funktionen: 74 Prozent der Befragten Kopfhörer-Nutzerinnen und -Nutzer wünschen sich Modelle, die Gespräche in Echtzeit übersetzen können. Ein Aufwärtstrend zeigt sich auch beim Gaming. Über die Hälfte der Bevölkerung ab 16 Jahren, genauer 55 Prozent, spielt laut Bitkom zumindest hin und wieder Video- oder Computerspiele. Während 87 Prozent der Gamerinnen und Gamer auf dem Smartphone zocken, nutzen laut Umfrage 83 Prozent die Konsole und 69 Prozent einen Laptop oder ein Notebook.

 

Die Zahlen sind ein Spiegel dessen, wie sich die Anforderungen an Consumer Technology weiterentwickeln. Für die Markenkommunikation lassen sich daraus drei zentrale Erkenntnisse ableiten.

Erkenntnis #1: Technologie braucht eine verständliche Einordnung

Neue Technologien bieten Verbrauchern häufig zusätzliche Möglichkeiten, deren konkreter Nutzen jedoch nicht immer unmittelbar auf der Hand liegt. Professionelle Unternehmenskommunikation sollte deshalb nicht nur die Funktionen vorstellen, sondern praxisnah aufzeigen, wie sich dieser Mehrwert in den Alltag übertragen lässt.

 

Gerade bei komplexeren Produkten ist das ein wichtiger Unterschied. Ein neuer Laptop mit integriertem KI-Prozessor, ein innovativer OLED-Monitor oder intelligente Kopfhörer bringen zahlreiche technische Eigenschaften mit. Doch was macht eine adaptive Geräuschunterdrückung im Alltag für einen Unterschied? Sehe ich die schnellere Bildwiederholrate des Bildschirms überhaupt und was bringt mir die neue NPU beim Gaming-Laptop?

 

Eine gute Content-Strategie setzt deshalb bei den Fragen der Nutzer an: Welche Funktion erleichtert den Arbeitsalltag? Welche Verbesserung ist tatsächlich spürbar? Und für wen lohnt sich eine bestimmte Technologie?

 

Die Bitkom-Ergebnisse zu Smart Glasses verdeutlichen diesen Ansatz. Das Interesse an intelligenten Brillen ist vorhanden, gleichzeitig müssen potenzielle Nutzer verstehen, welchen praktischen Mehrwert die Geräte bieten. Eine reine Aufzählung technischer Möglichkeiten reicht dafür kaum aus.

 

Public Relations hat hier also die Aufgabe, technische Produktinformationen in verständliche und relevante Geschichten zu übersetzen. Das können konkrete Anwendungsszenarien, Hintergrundbeiträge oder Experteninterviews sein. Auch die transparente Auseinandersetzung mit Grenzen einer Technologie gehört zu einer guten PR-Strategie.

 

Wichtig: Eine glaubwürdige Markenkommunikation sollte nicht jede Neuerung als revolutionär darstellen. Oft ist eine sachliche Erklärung des tatsächlichen Nutzens wesentlich hilfreicher – und findet bei den Journalistinnen und Journalisten wesentlich mehr Gehör.

 

 

Erkenntnis #2: Medienarbeit und unabhängige Testberichte gewinnen an Relevanz

Fachmedien und unabhängige Produkttests helfen den Verbraucherinnen und Verbrauchern, die technischen Eigenschaften und Produktversprechen neuer Geräte besser einzuordnen. Für Hersteller ist eine professionelle Pressearbeit deshalb ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation. Produkttests und Medienberichte eröffnen zusätzliche Perspektiven und geben Orientierung bei Kaufentscheidungen.

 

Wer einen neuen Monitor, Laptop oder Fernseher kaufen möchte, informiert sich häufig über unterschiedliche Quellen. Neben Herstellerinformationen sind vor allem Vergleichstests, Presseberichte und redaktionelle Bewertungen hilfreich, um Produkte einschätzen zu können.

 

Spätestens hier kommt dann die klassische Pressearbeit ins Spiel. Sie schafft die Grundlage dafür, dass Journalistinnen und Journalisten Zugang zu relevanten Informationen, Ansprechpartnern und Testgeräten erhalten. Eine Pressemitteilung kann dabei ebenso sinnvoll sein wie ein persönliches Hintergrundgespräch oder die Bereitstellung eines Geräts für einen Produkttest.

 

Entscheidend ist dabei immer die journalistische Relevanz. Nicht jede neue Produktvariante rechtfertigt eine größere Berichterstattung. Umso wichtiger ist es, Themen aus der Perspektive der jeweiligen Redaktion und ihrer Leser zu betrachten. Eine gute PR-Agentur mit Erfahrung in der Unterhaltungselektronik hilft dabei, hier die richtige Markenstrategie zu entwickeln.

 

Consumer Electronics Hersteller denken das Thema Medienarbeit also im besten Fall langfristig. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Fachredaktionen, nachvollziehbare technische Informationen und eine transparente Kommunikation sind die Eckpfeiler der Glaubwürdigkeit einer Marke. Professionelle Pressearbeit sollte daher nie einfach nebenherlaufen. Vielmehr lohnt es sich, sie in die Hände von PR-Profis zu legen, die in der Branche etabliert sind und die Marktlage validieren können.

 

Auch für die digitale Markenpositionierung sind redaktionelle Erwähnungen interessant. Denn Digital PR und Earned Media können aktiv dazu beitragen, die Bekanntheit und Online Reputation eines Unternehmens zu stärken – zum Beispiel in KI-Antworten. Das bringt uns zur nächsten Erleuchtung.

 

Teil zwei folgt.