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Slimstock stellt neues „Agentic Data Management“-Tool vor: KI-Agent übernimmt automatisiert Datenanalyse, -cleaning, -korrektur und Lieferantenkorrespondenz

Die Qualität von Daten entwickelt sich zunehmend zum kritischen Erfolgsfaktor moderner Lieferketten. Mit der neuen Agentic Data Management Plattform stellt Slimstock eine Lösung vor, die Produkt- und Lieferantendaten automatisiert validiert, korrigiert und anreichert. Unternehmen schaffen damit die Grundlage für effizientere Prozesse, bessere Entscheidungen, Kostenreduktion und Freisetzung von Kapazitäten der Supply-Chain-Mitarbeitenden – und das bei höherer Genauigkeit, ohne die aktuelle Prognose zu beeinträchtigen. Durch die Automatisierung des gesamten Daten-Lebenszyklus lassen sich in konkreten Anwendungsszenarien manuelle Aufwände beim Produkt-Onboarding um bis zu 85 Prozent reduzieren. Die Lösung ist sowohl als integratives Tool der Supply-Chain-Software Slim4 als auch als eigenständige Stand-alone-Plattform ab sofort verfügbar.

 

Datenqualität bremst Digitalisierung in der Supply Chain

Ob im Handel oder in der produzierenden Industrie – viele Unternehmen treiben die Digitalisierung ihrer Supply-Chain-Prozesse voran, stoßen jedoch an strukturelle Grenzen: Die zugrunde liegenden Daten sind häufig unvollständig, inkonsistent oder fehlerhaft. So scheitern automatisierte Prozesse bereits an simplen Formatunterschieden oder Namenskonventionen.

Gerade im Produkt- und Lieferanten-Onboarding werden Informationen vielfach noch manuell, oft Excel-basiert verarbeitet und zwischen verschiedenen Systemen und Beteiligten ausgetauscht. Die Konsequenzen sind weitreichend: Fehlende oder falsche Daten beeinträchtigen Prognosen, führen zu ineffizienten Beständen und erschweren operative Entscheidungen. Damit verstärken sie genau jene Probleme, die durch Digitalisierung eigentlich gelöst werden sollen.

 

KI greift aktiv in Datenprozesse ein und sichert Stammdatenqualität

Mit der Agentic Data Management Plattform verfolgt Slimstock einen neuen Ansatz im Datenmanagement. Ziel ist es, Stammdaten nicht nur nachträglich zu prüfen, sondern bereits im Entstehungsprozess so zu steuern, dass sie von Anfang an korrekt, vollständig und konsistent sind.

Das System nutzt autonome KI-Agenten, um Datenlücken nicht nur zu identifizieren, sondern aktiv zu schließen und die Korrektheit der Informationen sicherzustellen. Dabei werden eingehende Informationen kontinuierlich mit bestehenden Datenstrukturen und Mustern nach internen Regeln abgeglichen. Auffälligkeiten werden nicht nur erkannt, sondern unmittelbar korrigiert oder zur Klärung angestoßen, auch durch eine direkte Interaktion des Agenten mit Stakeholdern.

Gleichzeitig standardisiert die Plattform Daten für unterschiedliche Anwendungen – etwa für ERP-Systeme, Planungslösungen oder digitale Vertriebskanäle.

 

Lieferanten werden in Datenprozesse integriert

Ein wesentlicher Bestandteil der Lösung ist die direkte Einbindung von Lieferanten in den Datenprozess. Die Plattform kommuniziert eigenständig mit externen Partnern, fordert fehlende Informationen per E-Mail an und führt diese strukturiert durch den Prozess der Datenergänzung.

Dabei werden typische Herausforderungen wie unvollständige Produktinformationen, fehlende Zertifikate oder fehlerhafte Inhalte automatisiert adressiert. Auch eingehende Dokumente und Dateien werden durch KI analysiert und auf Plausibilität geprüft, bevor sie in die Systeme übernommen werden.

Durch diese automatisierte Orchestrierung reduziert sich der manuelle Abstimmungsaufwand erheblich. Gleichzeitig verändert sich die Rolle von Datenverwaltern: Sie greifen nur noch bei Ausnahmen ein und übernehmen verstärkt eine steuernde Funktion im Datenprozess, wodurch mehr Kapazitäten für Analyse, Planung und Prozessoptimierung entstehen.

Unternehmen profitieren von kürzeren Durchlaufzeiten im Produkt-Onboarding, geringeren Fehlerquoten und einer deutlich höheren Prozessgeschwindigkeit. Gleichzeitig sinken Kosten, die durch Korrekturen, Nacharbeiten oder fehlerhafte Disposition entstehen.

 

Deutliche Effizienzgewinne im operativen Einsatz

Der Nutzen des Ansatzes zeigt sich insbesondere in der Skalierung datenintensiver Prozesse. In konkreten Anwendungsszenarien konnte das System beispielsweise bei 800 Lieferanten alle fünf wichtigen Ansprechpartner eigenständig identifizieren – vom Stammdatenmanager über den Nachhaltigkeitsbeauftragten bis hin zum Logistikmanager. So wird sichergestellt, dass der KI-Agent zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Ansprechpartner erreichen kann. In einem anderen Szenario wurden 12.000 Produkte in zehn Wochen validiert und angereichert und nach dem Proof of Concept auf über 80.000 SKUs skaliert. Auch regelmäßige Überprüfungen profitieren massiv: So lassen sich Batch-Validierungen von 500 Lieferanten und 15.000 SKUs inklusive CSRD-Prüfung* in unter 20 Minuten realisieren.

 

Grundlage für KI-gestützte Supply-Chain-Optimierung

Mit dem neuen Tool erweitert Slimstock sein Lösungsportfolio gezielt um den Faktor Datenqualität. Unabhängig davon, ob die Agentic Data Management Plattform als eigenständige Lösung oder integriert in die Supply-Chain-Planungssoftware Slim4 genutzt wird, unterstützt sie Unternehmen dabei Prognosen maßgeblich zu verbessern, Bestände zu optimieren und die Transparenz und Resilienz in der Lieferkette zu erhöhen.

 

Tiefergehende Einblicke im Experten-Webinar

Für Unternehmen, die das Potenzial von Agentic AI für ihre eigene Supply Chain evaluieren möchten, bietet Slimstock weiterführende Einblicke in einem kostenlosen Webinar. Unter dem Titel „Warum schlechte Stammdaten der größte KI-Blocker sind – und wie Agentic AI das ändert“ erfahren Teilnehmende am Mittwoch, den 22. April 2026, ab 14 Uhr, wie sie Datenbarrieren überwinden und echte Automatisierung realisieren.

Kostenlose Anmeldung unter https://www.slimstock.com/de/veranstaltungen/agentic-ai-stammdaten-webinar.

 

*EU-Vorgabe zur systematischen Überprüfung von Umwelt- und Sozialstandards bei Zulieferern

 

Ansprechpartner für Journalisten: Nadine Konstanty • nadine(at)konstant.de

 

PR KONSTANT ist die PR-Agentur von Slimstock.

Folgende Pressebilder werden ausschließlich für für ein redaktionelles Umfeld zur Verfügung gestellt. Nur für diesen Zweck dürfen die Bilder ohne weitere Absprache Verwendung finden. Wir weisen darauf hin, dass einige der verwendeten Bilder mithilfe von KI erstellt wurden. Weitere Informationen finden sich im Slimstock-Pressefach und unter https://www.slimstock.com/de/.

Jacques’ Wein-Depot modernisiert die Warenversorgung seiner mehr als 350 Depots ab sofort mit Supply-Chain-Planning-Lösung Slim4

Höhere Automatisierung, gezielte Bestandsoptimierung und präzises Sortimentsmanagement im Fokus

 

Jacques’ Wein-Depot, Deutschlands führender stationärer Weinfachhändler, setzt ab sofort auf die Supply-Chain- und Bestandsoptimierungslösung von Slimstock. Damit begegnet das Düsseldorfer Unternehmen der zunehmenden Notwendigkeit, die Bestände in den Depots bedarfsgerecht zu steuern. Denn der Weinspezialist befindet sich derzeit inmitten einer technologischen Transformation: Statt eines monolithischen ERP-Systems setzt das Unternehmen auf den sukzessiven Aufbau einer modularen, flexibel erweiterbaren ERP-Architektur, die die Automatisierung zentraler Prozesse gezielt unterstützt.

Gleichzeitig sieht sich Jacques’ Wein-Depot angesichts des veränderten Absatzmarkts für Wein mit branchenbedingten Herausforderungen konfrontiert, die ihn vor allem im Bestandsmanagement unter Handlungszwang setzen: darunter der strukturelle Rückgang des Weinkonsums, ein Wandel hin zu bewussterem, qualitätsorientierterem Genuss, das daraus resultierende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sowie steigende Kosten. Vor diesem Hintergrund liegt das Ziel der Slim4-Implementierung darin, die Umschlagshäufigkeit in den über 350 Depots des Unternehmens zu steigern, Bestände gezielt zu optimieren und Mindestbestände im Rahmen einer Sortimentsanpassung präziser zu steuern.

 

Vom manuellen Planungsprozess zur datengetriebenen Lösung

Das Projekt zur Einführung der Slimstock-Lösung Slim4 startete bei Jacques’ Wein-Depot im Januar dieses Jahres. Zuvor war das Bestandsmanagement von einem stark manuellen Planungsprozess geprägt, der auf einer externen, individuell entwickelten ERP-Erweiterung basierte. Da diese jedoch nicht mehr den Anforderungen entsprach und Ineffizienzen verursachte, entschied sich das Unternehmen für einen Softwarewechsel. Slimstock überzeugte dabei nicht nur mit seiner innovativen, KI-gestützten Lösung, sondern auch durch seine umfassende Expertise in der Weinbranche, belegt durch Projekte für Kunden wie Global Wine Operations, LFE, Vinites und Cordier.

Nach einer erfolgreichen Projektphase ist die Slimstock-Lösung seit Ende 2025 im Livebetrieb und unterstützt den Weinspezialisten deutschlandweit bei der bedarfsgerechten Bestandsführung sowie dem Replenishment für die Depots und den Webshop. Darüber hinaus kommt Slim4 auch im Zentrallager zum Einsatz, um die effiziente Steuerung von Lagerdisposition und Einkauf zu unterstützen. Neben den KI-basierten Planungs- und Prognosetools sowie der Möglichkeit, mit Slim4 verschiedenste Szenarien zu simulieren, nutzt Jacques’ Wein-Depot auch das Business-Intelligence-(BI)-Dashboard von Slimstock zur mittel- und langfristigen KPI-Analyse. Zudem findet der Promotion Manager Anwendung, der Jacques’ Wein-Depot bei der Planung des Aktionswein-Geschäfts unterstützt. So lassen sich durch präzise Prognosen der voraussichtlichen Nachfrage und Promotionseffekte sowohl Out-of-Stocks als auch Überbestände während der Aktionszeiträume vermeiden.

Sascha Krinke, IT-Leiter bei der Jacques’ Wein-Depot Wein-Einzelhandel GmbH, fasst die Vorteile der Slim4-Einführung zusammen: „Gute Disposition kann kein klassisches ERP-System leisten. Anstatt ein monolithisches ERP wie früher mit zusätzlichen Logiken zu überfrachten, gehen wir bewusst den ersten Schritt in Richtung einer modularen, flexibel erweiterbaren ERP-Architektur. Slim4 passt perfekt in dieses Zielbild. So gewinnen wir an Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit und können unsere Lieferkette in einem sich verändernden Absatzmarkt deutlich agiler an volatile Rahmenbedingungen anpassen. Das stärkt unsere Position als Marktführer im Wein-Einzelhandel.“

 

Strategischer Hebel für Digitalisierung und Wachstum

Insgesamt stellt der Einsatz der Slim4-Lösung ein zentrales Element der auf Omnichannel ausgerichteten Prozess- und Systemarchitektur des Weinspezialisten dar. Sie unterstützt den Aufbau einer modularen Systemarchitektur und schafft damit die strukturellen Voraussetzungen, um das geplante Wachstum nachhaltig zu unterstützen.

Eelco Wever, Geschäftsführer der Slimstock GmbH, sagt: „Mit der Steuerung der Bestellvorschläge für mehr als 350 Depots zählt das Projekt mit Jacques’ Wein-Depot, als Teil der Hawesko Holding, zu den bislang größten im Retail-Bereich in der DACH-Region für uns. Die Einführungsphase und der Go-live verliefen bereits sehr erfolgreich und waren von einer sehr angenehmen Zusammenarbeit geprägt. Wir freuen uns darauf, das Unternehmen mit unserer Software ab sofort nicht nur im Daily Business, sondern auch langfristig als Partner bei der Erreichung seiner Digitalisierungs- und Wachstumsziele zu unterstützen.“

 

 

Ansprechpartner für Journalisten: Nadine Konstanty • nadine(at)konstant.de

 

PR KONSTANT ist die PR-Agentur von Slimstock.

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Slimstock auf der EuroShop: Wo Supply Chain Management, Handel und agentische KI zusammenkommen

Auch 2026 präsentiert sich Slimstock auf der EuroShop und nutzt die internationale Fachmesse, um seine Rolle als unabhängiger Technologiepartner für den ergebnisorientierten Einzelhandel zu unterstreichen. Während große Teile des Marktes unter kurzfristigem Renditedruck stehen, investiert Slimstock als Experte für Supply Chain Planung und Bestandsoptimierung konsequent mit langfristiger Perspektive und richtet sein Handeln klar an den Geschäftserfolgen seiner Kunden aus.

 

Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht Slim4 als ganzheitliche Plattform, die Supply Chain Planung und Commerce in einem integrierten Ökosystem zusammenführt. Unterstützt wird dies durch ein KI-gestütztes agentisches Datenmanagement, das eigenständig analysiert, kontinuierlich lernt, sich anpasst und so Entscheidungen sowie die Datenqualität im gesamten Unternehmen verbessert.

 

„Besucher unseres Standes erhalten konkrete Einblicke, wie sie ihre Ergebnisse verbessern, profitabler arbeiten und datenbasierte Entscheidungen gezielt nutzen können“, sagt Stefan Kooijmans, Managing Director Global Retail Solutions bei Slimstock, und führt weiter aus: „Als privat geführtes Unternehmen investieren wir kontinuierlich in Innovationen mit praktischem Nutzen. Unser agentischer Ansatz in Slim4 steht für anwendbare Intelligenz, die messbaren Mehrwert schafft.“

 

Zudem halten zwei Branchenexperten von Slimstock Fachvorträge auf der EuroShop. Steven Pauly erläutert am 22. Februar um 15.40 Uhr auf der Red Stage in seinem Vortrag „Free Lunches in Inventory Control“, wie Unternehmen durch gezielte, leicht umsetzbare Maßnahmen im Bestandsmanagement ihren Kapitaleinsatz optimieren sowie Prognosequalität, Servicegrad und Sortimentssteuerung verbessern. Am 23. Februar spricht Samir Selimi um 12 Uhr auf der Blue Stage in seinem Vortrag „Laying the Foundations: From Data Chaos to First-Time-Right with Agentic AI“ darüber, warum unvollständige und inkonsistente Stammdaten die Effizienz und Transparenz im Handel erheblich beeinträchtigen. Er zeigt, wie KI-gestützte digitale Assistenten die Datenqualität verbessern und darüber hinaus Lieferanten- und Produktlebenszyklen autonom koordinieren.“

 

Vom 22. bis 26. Februar 2026 bringt die EuroShop globale Händler, Entscheidungsträger und Innovationsführer zusammen. Als weltweit führende Fachmesse des Handels gilt sie als zentrale Plattform für neue Ideen, Partnerschaften und Investitionen. Gleichzeitig eröffnet sie neue Perspektiven, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen.

Interessierte finden das Slimstock-Team in Halle 6, Stand A75.

 

Ansprechpartner für Journalisten: Nadine Konstanty • nadine(at)konstant.de

 

PR KONSTANT ist die PR-Agentur von Slimstock.

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Supply-Chain-Trend für 2026: Netzwerkflexibilität statt starrer Effizienz

Unternehmen stehen 2026 vor einem Wendepunkt in der Gestaltung ihrer Lieferketten. Nach Jahren, in denen Globalisierung und eine maximale Auslastung die Devise waren, gewinnt ein neuer Erfolgsfaktor an Bedeutung: Netzwerkflexibilität. Wie der Supply-Chain-Experte Slimstock nach einer aktuellen Trendanalyse betont, entsteht Resilienz nicht mehr allein durch maximale Auslastung, sondern durch die Fähigkeit, Liefer- und Distributionsnetzwerke schnell und datenbasiert situationsgerecht neu auszurichten. Wichtiger denn je wird es sein, den richtigen Bestand zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben.

„Krisen, geopolitische Spannungen, extreme Wetterereignisse und Engpässe im globalen Transport haben gezeigt, wie anfällig und schwerfällig auch hochoptimierte Strukturen in Zeiten rasanter Veränderungen sind. In der Folge muss der Fokus nun wieder stärker auf Regionalität, alternativen Beschaffungs- und Transportwegen sowie auf flexiblen Umschlagpunkten liegen – weg von statischen Setups, hin zu operativen Handlungsoptionen“, sagt Eelco Wever, Supply-Chain-Experte und Geschäftsführer von Slimstock Deutschland.

Dynamische Lieferketten als Antwort auf volatile Märkte

Slimstock beobachtet, dass Unternehmen zunehmend in alternative Transport- und Beschaffungsrouten, Redundanzen für kritische Materialien, flexible Umschlagpunkte und regional diversifizierte Lieferantenportfolios investieren. Ziel ist es, Abhängigkeiten zu reduzieren und schneller auf Nachfrage- oder Marktveränderungen reagieren zu können.

„Flexibilität ist der neue Effizienzbegriff der Supply Chain,“ führt Wever weiter aus. „Unternehmen, die ihre Lieferkettenstrukturen dynamisch konfigurieren können, sind in der Lage, Servicelevel stabil zu halten, selbst wenn sich Rahmenbedingungen kurzfristig ändern.“ Ein hohes Servicelevel bleibt zwar entscheidend für die Kundenzufriedenheit – erfordert jedoch eine präzise Balance zwischen Lieferfähigkeit und Kapitalbindung. Um dieser Komplexität zu begegnen, gilt es, die Lagerbestände flexibel an die tatsächlichen Marktgegebenheiten – wie Nachfrage, Lieferzeiten oder makroökonomische Einflüsse – anzupassen und das Sortiment unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten effizient zu steuern.

Szenarioplanung wird integraler Bestandteil der operativen Steuerung

Eine Schlüsselrolle spielt dabei die systematische Szenarioplanung. Unternehmen simulieren häufiger alternative Entwicklungen – vom Ausfall eines Lieferanten über verspätete Seefracht bis hin zu Nachfrageverschiebungen. „Szenarien sind nicht länger ein theoretisches Planungsinstrument, sondern Teil der täglichen Steuerung. Wer heute verschiedene Zukunftsbilder durchspielen kann, trifft morgen fundiertere Entscheidungen – und vermeidet Engpässe, bevor sie kritisch werden,“ so Wever. Voraussetzung dafür ist allerdings eine hohe Transparenz entlang der gesamten Lieferkette – und Daten, die in Echtzeit verfügbar sind. „In der Praxis scheitert diese Transparenz jedoch häufig bereits an der Qualität und Konsistenz der zugrunde liegenden Daten“, weiß Wever. Denn unterschiedliche Systeme, manuelle Pflegeprozesse und fragmentierte Stammdaten erschweren eine durchgängige Sicht auf Artikel, Lieferanten und Bestände. Um Szenarien belastbar simulieren und Netzwerke flexibel steuern zu können, benötigen Unternehmen eine einheitliche, verlässliche Datenbasis. „Fortschrittliche, KI-gestützte Datenmanagement-Ansätze automatisieren die Aufbereitung, Validierung und Synchronisation von Stammdaten über den gesamten Produkt- und Lieferantenlebenszyklus hinweg. Dies ist ein elementarer Baustein für ein effizientes Supply-Chain-Management und erst recht auf dem Weg zu einer realitätsnahen Szenarioplanung.“

Während klassische Supply-Chain-Optimierung oft vergangenheitsorientiert war, setzt sich nun ein simulationsgestütztes Management durch. In zahlreichen Organisationen arbeiten ERP- und Lagersysteme nur mit Grundfunktionen, isolierte Datenquellen verhindern einen Gesamtüberblick und manuelle Excel-Auswertungen verzögern Entscheidungen. Die Folge sind überhöhte Sicherheitsbestände, veraltete Ware, Fehlbestellungen und Out-of-Stock-Situationen – alles Faktoren, die nicht nur Kapital binden, sondern operative Abläufe unnötig verkomplizieren.

Um flexibel auf unterschiedliche Szenarien reagieren zu können, brauchen Entscheidungsträger Echtzeitinformationen über Bestände, Lieferzeiten, Kapazitäten sowie Nachfrage, und zwar in einer gemeinsamen Betrachtung. Fortschrittliche digitale Plattformen wie Slim4 bündeln Daten aus Einkauf, Lager, Vertrieb und Beschaffung und machen sie über einheitliche Dashboards nutzbar. Erst diese Transparenz ermöglicht es, Engpässe zu vermeiden, Umlagerungen zu reduzieren und Beschaffungsvorgänge gezielt zu steuern.

Fazit: Resilienz entsteht durch Anpassungsfähigkeit

Die Trendanalyse zeigt: Die erfolgreichsten Unternehmen im Jahr 2026 sind nicht zwangsläufig die effizientesten im klassischen Sinne, sondern jene, die am flexibelsten auf Veränderungen reagieren. Dazu gehören schnelle Re-Routings, alternative Beschaffungswege, transparente Bestands- und Lieferantensteuerung sowie integrierte Entscheidungsprozesse – unterstützt durch digitale Plattformen, die KI-gestützt Daten konsolidieren und Risiken automatisiert sichtbar machen.

Supply Chain Management: Die 10 Trends und Strategien für 2026

Lieferketten stehen vor einem grundlegenden Wandel

 

Im Bereich Supply Chain hat die künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle: Agentische KI übernimmt immer häufiger operative und strategische Entscheidungsprozesse, automatisiert das Sourcing und analysiert Daten in Echtzeit. Unternehmen können dadurch nicht nur ihre Effizienz steigern, sondern auch Risiken deutlich minimieren. Parallel dazu rückt das Thema Diversifizierung weiter in den Fokus. Geopolitische Spannungen, regulatorische Anforderungen und volatile Handelsbedingungen führen dazu, dass Unternehmen ihre Beschaffungsstrategien neu ausrichten und verstärkt auf Multi-Sourcing sowie Nearshoring setzen, um flexibler und unabhängiger zu agieren.

 

REMIRA, einer der führenden Anbieter für Softwarelösungen im Bereich Supply Chain und Omnichannel Commerce mit Sitz in Dortmund, sieht jedoch neben der Künstlichen Intelligenz weitere bedeutende Trends: „Die Supply Chain insgesamt steht vor einem Paradigmenwechsel. Die Globalisierung wird zunehmend durch Lokalisierung abgelöst. Unternehmen verlagern ihre Produktion näher an die Absatzmärkte, um Risiken zu reduzieren und Lieferketten robuster zu gestalten. Gleichzeitig steigen Lagerbestände, um der Volatilität des Marktes entgegenzuwirken“, sagt Birger Klinke, Vice President Sales Supply Chain, REMIRA. Die Harmonisierung von Sales & Operations Planning Prozessen mit Hilfe von Echtzeit-Simulationen gewinnen dabei an strategischer Bedeutung, da sie präzise Szenarien-Analysen, eine proaktive Steuerung sowie einen nachhaltigen Ressourceneinsatz ermöglichen. Gleichzeitig optimiert KI die Planung und Prognose entlang der gesamten Lieferkette unter Berücksichtigung diverser Einflussfaktoren wie bspw. Markt-Indexe, Zölle oder Energiepreisen – vom Einkauf bis zum Point of Sale – und sorgt so für genauere Prognosen und messbaren wirtschaftlichen Nutzen.

 

“Die hierfür notwendigen Maßnahmen sind branchenübergreifend für viele Unternehmen gleichbedeutend mit ihrer kurzfristigen Wettbewerbsfähigkeit oder sogar mittel- bis langfristigen Existenz”, so Klinke.

 

IT-Bereiche vieler Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen: angefangen bei der Digitalisierung papierbasierter Prozesse, Informationen per Excel-Listen sowie die Konsolidierung von IT-Architekturen und vorhandener redundanter Daten. Auch auf Fachbereich-Seite müssen hierzu Geschäftsprozesse vereinfacht und harmonisiert werden, zwangsläufig verändern sich die Qualifikationsansprüche an den Arbeitsplatz der heutigen Anwender. Zudem führen neue Regularien und hohe bürokratische Anforderungen in der Beschaffung sowie entlang der Lieferketten zu hohen Ressourcenaufwänden und Kosten.

 

Außerdem sind Cyberangriffe bereits Normalität, weswegen IT-Sicherheit ebenfalls ein zentraler Erfolgsfaktor in der Supply Chain und Logistik ist. Unternehmen investieren in Cyber-Resilienz, um ihre Netzwerke und Daten nachhaltig zu schützen. Schließlich setzen viele Akteure auf mehr Kostentransparenz, indem sie durch sogenannte „Cost-to-Serve“-Analysen ihre Ausgaben granular nach Produkt, Kunde und Route aufschlüsseln. So lassen sich gezielte Optimierungspotenziale erschließen und Entscheidungen auf fundierter Basis treffen.

 

REMIRA als Wegbereiter dieser Transformation

REMIRA begegnet diesen Herausforderungen mit einem umfassenden Portfolio basierend auf Cloud- und KI-basierter Softwarelösungen, die speziell auf die Anforderungen moderner Supply Chains und Beschaffungsprozesse abgestimmt und auf den höchsten Sicherheitsstandards sind. Von KI-Prognose, Bedarfs- über Bestandsplanung bis hin zur Beschaffungs- und Produktionsfeinplanung unterstützt REMIRA Unternehmen dabei, resilient, nachhaltig und effizient zu agieren.

 

Überblick der 10 wichtigsten Trends und Strategien im Supply Chain Management für 2026

 

  1. Datenintegration in Cloud-Technologien für den Einsatz von agentischer KI

Künstliche Intelligenz unterstützt mittels Agenten die Planungs- und Entscheidungsprozesse. Unternehmen konsolidieren hierzu Daten in Middelware, Data Warehouses oder Data Lakes, um Sicherheit, Effizienz und Echtzeit-Zugriff zu gewährleisten, angetrieben durch Cloud-Technologien.

 

  1. Diversifizierung durch Nearshoring

Um geopolitischen Risiken sowie Tarif‑ und Transportkosten besser zu begegnen, verstärken Unternehmen Multi‑Sourcing‑Strategien und setzen vermehrt auf regionale Lieferanten.

 

  1. ESG (Environmental, Social and Governance) & Transparenzpflichten

Nachhaltigkeit, ethische Arbeitsbedingungen sowie CO₂‑Reporting avancieren zu zentralen Kriterien bei der Auswahl von Lieferanten.

 

  1. Modulare Liefernetzwerke

Flexible, rekonfigurierbare Netzwerke mit regionalen Puffern ermöglichen eine schnelle Reaktion auf Störungen in der Lieferkette.

 

  1. Strategische Lagerhaltung „JustinCase“ statt „JustinTime“

Vor dem Hintergrund zunehmender Volatilität bauen Unternehmen verstärkt Sicherheitsbestände auf, um Lieferengpässe besser abzufedern.

 

  1. Risikomanagement vor Kostenoptimierung

Produktion und Beschaffung werden näher an Konsum‑ und Märkte verlagert; Risikomanagement rückt damit stärker in den Fokus als reine Kostenoptimierung.

 

  1. Sales and Operations Planning mit EchtzeitSimulation

Grundlegende Digitalisierung, Integration und Harmonisierung von Organisation und End-to-End-Prozessen, um effizientere und nachhaltigere Lieferketten mit Hilfe von Szenarien-Analysen zu ermöglichen.

 

  1. KIgestützte Planung & Prognose

Mit Hilfe von KI können bei Bedarfsprognosen weitere externe Einflussfaktoren wie Indexe hinzugezogen werden, um die Qualität zu optimieren.

 

  1. Cybersecurity & Resilienz

Angesichts wachsender Cyber‑Bedrohungen wird die IT‑Sicherheit entlang der Supply Chain zur strategischen Priorität.

 

  1. Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsplatz

Unternehmen müssen ihre Arbeitsweisen durch die Automatisierung von repetitiven Planungsaufgaben mittels KI neu definieren und das Personal hierzu qualifizieren – um gezielt Optimierungspotenziale zu heben.