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Urlaubssaison trotz Corona: Initiative „Infektionsschutzhelfer“ stellt zertifizierte Online-Schulung speziell für Hotels, Pensionen und Gasthöfe kostenlos zur Verfügung

Ausbildung, Gefährdungsbeurteilung sowie Hygiene-, Reinigungs- und Maßnahmenpläne auf einer Plattform

Die Reisebeschränkungen sind gelockert und die Sommerferien stehen vor der Tür. Trotz Corona-Pandemie ist die Reiselust ungebrochen, dabei zieht es laut aktueller Studie „Deutschland, deine Urlauber” rund 69 % der Deutschen ins eigene Land*. Bei zunehmender Reisebewegung ist der Infektionsschutz umso wichtiger und stellt gleichzeitig eine große Herausforderung – gerade für Hotels, Pensionen und Gasthöfe – dar. Damit einher gehen viele organisatorische Fragen für Arbeitgeber und Personalbeauftragte sowie Unsicherheiten bei den Mitarbeiter*innen. Effektive Hilfe bietet die Non-Profit-Initiative „Infektionsschutzhelfer gegen Covid-19“. Ziel dieses Zusammenschlusses aus rund 100 Unternehmen ist es, einen Beitrag zu leisten, um eine zweite Welle an Corona-Infektionen zu vermeiden.

Gerade in Hotels müssen Arbeitsszenarien so organisiert sein, dass das Risiko von Neuinfektionen drastisch sinkt: Von Abstandsregelungen für die Gäste, über eine sinnvolle Personal- und Pausenplanung bis hin zu neuen Reinigungsplänen mit klar definierten Desinfektionszyklen. Aufklärung und Prävention durch effektive Maßnahmen sind dieser Tage das A und O. Entsprechend stellt die Aktionsgemeinschaft unter www.infektionsschutzhelfer.de eine kostenlose Online-Schulung zur Verfügung, die sich speziell an Mitarbeiter*innen von Hotels, Pensionen und Gasthöfen richtet. Auf die Besonderheiten des Beherbergungsgewerbes zugeschnitten, werden die wichtigsten Grundsätze des Infektionsschutzes am Arbeitsplatz in weniger als 20 Minuten vermittelt. Die Grundlage bilden hier die Vorgaben des SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandards sowie der „DeHoGa Schutzstandard Beherbergung für Hotels, Pensionen und Gasthöfe“. Nach einer bestandenen Prüfung erhalten Teilnehmer ein Zertifikat als Infektionsschutzhelfer. Ziel ist es, die Mitarbeiter*innen zu informieren, zu sensibilisieren und ihnen praktische Maßnahmen an die Hand zu geben.

Darüber hinaus können Hotels innerhalb von zehn Minuten eine Gefährdungsbeurteilung erstellen. Auf Basis verschiedener Fragen werden individuelle Maßnahmen vorgeschlagen. Denn Arbeitgeber sind nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes verpflichtet, potenzielle Gefährdungen für ihre Mitarbeiter*innen zu identifizieren und Maßnahmen zur Senkung der Risiken einzuleiten. Nicht zuletzt stehen jedem Infektionsschutzhelfer nach durchgeführter Online-Ausbildung unter anderem ausgearbeitete Vorlagen von Hygiene-, Reinigungs- und Maßnahmenplänen zur Verfügung, die sich individuell anpassen lassen. Auch geprüfte Arbeits- und Betriebsanweisungen stehen zum Download bereit.

„Nach schwierigen Wochen, größtenteils in den eigenen vier Wänden, sehnen wir uns nach Abwechslung und gerade mit Blick auf die Sommerferien auch nach Urlaub. Bei zunehmender Reisebewegung ist es aber umso wichtiger, das Infektionsrisiko für sich und andere zu minimieren. Die Handhabe und Regelungen in Hotels spielen dabei eine tragende Rolle. So möchten wir mit unserer Online-Schulung zum Infektionsschutz für Hotels und Co. in erster Linie eine Hilfestellung bieten, um eine zweite Infektionswelle und einen damit einhergehenden zweiten Shutdown zu vermeiden“, sagt Dr. Jens-Uwe Meyer, Mitinitiator des Aktionsbündnisses und Sprecher der Gemeinschaftsaktion. „Gerade in größeren Beherbergungsbetrieben mit viel Personal und Schichtbetrieb ist es wichtig, dass sich alle Mitarbeiter ihrer Verantwortung bewusst sind und eben auch das nötige Grundwissen rund um den Infektionsschutz in Zeiten von Covid-19 haben. Wir denken, dass unsere Plattform einen Beitrag dazu leisten kann“, führt er aus.

Informationen, Online-Schulung, Gefährdungsbeurteilung und Mustervorlagen stehen unter http://www.infektionsschutzhelfer.de kostenlos zur Verfügung. Die Non-Profit-Initiative setzt auf die Eigenverantwortung der Hoteliers; entsprechend geht mit dem Zertifikat zum Infektionsschutzhelfer keine rechtliche Verantwortung einher. Es dient vielmehr als hilfreiches Tool zur Sensibilisierung von Vorgesetzten und Mitarbeiter*innen sowie Unterstützung bei der Umsetzung von effektiven Maßnahmen.

 

* Quelle: https://score-media.de/pressemitteilung/corona-ungebremste-reiselust-vor-allem-innerhalb-deutschlands

 

Ansprechpartner für Journalisten: Till Konstanty • till(at)konstant.de

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Viele Neuinfektionen im betrieblichen Umfeld: Initiative „Infektionsschutzhelfer gegen Covid-19“ stellt zertifizierte Online-Schulung für Führungskräfte und Arbeitnehmer*innen kostenlos zur Verfügung

Back to work – aber sicher: Ausbildung, Gefährdungsbeurteilung sowie Hygiene-, Reinigungs- und Maßnahmenpläne auf einer Plattform

Mehr als 280 mit dem Corona-Virus infizierte Mitarbeiter bei Westfleisch, 53 Infektionsfälle in einem Amazon-Logistikzentrum, 37 auf SARS-COV-2 positiv getestete Arbeitnehmer in einem Verteilerzentrum bei DHL – jeder Fall zeigt: Es fehlt an allen Ecken und Enden an durchdachtem und elementarem Infektionsschutz am Arbeitsplatz. Mit den Lockerungen nach dem Shutdown kehren viele Arbeitnehmer*innen an ihre Arbeitsplätze zurück. Dort hat man sich oft nicht auf Corona eingestellt. Damit gehen neue Herausforderungen für Arbeitgeber und Personalbeauftragte sowie Unsicherheiten bei den Mitarbeitern einher. Effektive Hilfe für jede Frau und jeden Mann bietet die Non-Profit-Initiative „Infektionsschutzhelfer gegen Covid-19“. Ziel dieses Zusammenschlusses aus rund 100 Unternehmen ist es, einen Beitrag zu leisten, um eine zweite Welle an Corona-Infektionen zu vermeiden.

Arbeitsszenarien müssen so organisiert sein, dass das Risiko von Neuinfektionen drastisch sinkt. Aufklärung und Prävention durch sinnvolle Maßnahmen sind dabei das A und O. Entsprechend stellt die Aktionsgemeinschaft unter www.infektionsschutzhelfer.de eine kostenlose Online-Schulung zur Verfügung, in der Teilnehmer*innen die wichtigsten Grundsätze des Infektionsschutzes am Arbeitsplatz in weniger als 20 Minuten kennenlernen. Nach einer bestandenen Prüfung erhalten sie ein Zertifikat als Infektionsschutzhelfer. Darüber hinaus können Unternehmen innerhalb von zehn Minuten eine Gefährdungsbeurteilung nach dem SARS-COV-2-Arbeitsschutzstandard erstellen. Auf Basis verschiedener Fragen werden den Unternehmen individuelle Maßnahmen vorgeschlagen. Denn Arbeitgeber sind nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes verpflichtet, potenzielle Gefährdungen für ihre Mitarbeiter*innen zu identifizieren und Maßnahmen zur Senkung der Risiken einzuleiten. Nicht zuletzt stehen jedem Infektionsschutzhelfer nach durchgeführter Online-Ausbildung unter anderem ausgearbeitete Vorlagen von Hygiene-, Reinigungs- und Maßnahmenplänen zur Verfügung, die sich individuell anpassen lassen. Auch geprüfte Arbeits- und Betriebsanweisungen stehen zum Download bereit.

„Uns geht es in erster Linie darum, eine zweite Infektionswelle und einen damit einhergehenden zweiten Shutdown zu vermeiden“, sagt Dr. Jens-Uwe Meyer, Mitinitiator des Aktionsbündnisses und Sprecher der Gemeinschaftsaktion. „Die Mühlen offizieller Stellen mahlen häufig langsam. So haben wir feststellen müssen, dass es gar nicht so einfach ist, schnell an fundierte Informationen rund um Arbeitsschutzmaßnahmen unter Corona-Bedingungen zu gelangen. Wir als Unternehmer hatten viele Fragen, genauso erreichten uns viele Anfragen verunsicherter Mitarbeiter, die sich Gedanken darüber machen, wie sie sich bei der Rückkehr ins Büro oder an einen anderen Arbeitsplatz vor einer Corona-Infektion schützen können“, führt er aus. Mit der Recherche zum Thema wuchs die Idee, die erzielten Kenntnisse nicht nur zusammenzufassen, sondern mit Experten auf fundierte Beine und allgemein kostenlos zur Verfügung zu stellen. Denn Solidarität ist gerade in Krisenzeiten wichtig. Schnell fanden sich 100 engagierte Unternehmen, die bereit waren, als Teil dieses Projektes zur Aufklärung und Ausbildung beizutragen. In Zusammenarbeit mit Virologen, Arbeitsschutzexperten und Verantwortlichen aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement entstand eine fundierte Online-Schulung, die sich am SARS-COV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales orientiert und stets an neueste Erkenntnisse der Virologie und Arbeitssicherheit angepasst wird. Die Initiatoren haben eine notarielle Erklärung abgegeben, dass sie die Schulung für mindestens zehn Jahre aktualisieren und kostenlos zur Verfügung stellen. Unterstützung findet das ehrgeizige Projekt auch von der Technischen Universität Berlin, diversen Handwerkskammern sowie der IHK Cottbus.

Informationen, Online-Schulung, Gefährdungsbeurteilung und Mustervorlagen stehen unter www.infektionsschutzhelfer.de kostenlos zur Verfügung. Die Non-Profit-Initiative setzt auf die Eigenverantwortung der Unternehmen, entsprechend geht mit dem Zertifikat zum Infektionsschutzhelfer keine rechtliche Verantwortung einher. Es dient vielmehr als hilfreiches Tool zur Sensibilisierung der Vorgesetzten und Mitarbeiter sowie Unterstützung bei der Umsetzung von effektiven Maßnahmen.

 

Ansprechpartner für Journalisten: Till Konstanty • till(at)konstant.de

Sascha Arndt, IO HAWK

Krefelder Unternehmer legt Hilfsprogramm für mehr Schutzmasken auf und kauft Atemschutzmasken in Asien, die er in der Corona-Krise bevorzugt an Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken sowie Fahr- und Lieferdienste zu fairen Preisen liefert

Sascha Arndt (43) ist Gründer des E-Mobility-Spezialisten IO HAWK aus Krefeld. Er reist häufig nach China, weil er dort seine selbst entwickelten E-Roller und E-Bikes bauen lässt. Bereits im Januar 2020 erlebt er die verheerenden Folgen von COVID-19 in China live. Zurück in Deutschland ist er fassungslos, wie langsam Deutschland sich auf Corona vorbereitet. Die Berichte über den Mangel an Schutzausrüstungen in Deutschland haben ihn dazu bewogen, seine Kontakte in Asien und im Ausland einzusetzen, um mehr Schutzmasken nach Deutschland zu holen. „Die ersten 2.000 FFP3-Masken waren sofort vergriffen. Nun sind weitere 140.000 FFP2-Masken an uns unterwegs“, berichtet Sascha Arndt.

Dazu hat er bei gofundme.com einen Spendenaufruf „Masken für Pflegepersonal“ gestartet und ruft insbesondere Unternehmer zur Zusammenarbeit auf, um das Problem zu lösen. Aber auch Bürgerinnen und Bürger können unter https://www.gofundme.com/f/masken-fur-deutsches-pflegepersonal?utm_source=customer&utm_medium=copy_link&utm_campaign=m_pd+share-sheet mit kleinen Spenden helfen. Von den Spenden wird Arndt kostenlos Masken an Krankenhäuser liefern.

„Eigentlich produzieren wir ja erfolgreich E-Scooter. Der internationale Markt für zertifizierte Schutzmasken ist teilweise komplett leer gefegt und Masken für Cent Beträge werden plötzlich zu gefragten Gütern, versehen mit dementsprechenden Einkaufspreisen zwischen 4 und 8 USD pro Maske. 90 % der Schutzausrüstung, das mussten auch wir lernen, wird im asiatischen Markt hergestellt. Es handelt sich derzeit um ein Oligopol von 12 chinesischen Fabriken, das heißt, einen Markt der mit vielen Nachfragern und wenig Angebot auskommen muss“, erklärt Arndt.

Hinzu kommen die exorbitanten Luftfrachtpreise, die – Stand heute – um das 6-fache gestiegen sind. „Wir haben aus Eigenmitteln bisher mehr als 140.000 Masken geordert, diese reichen bei Weitem nicht. Bitte helft uns und spendet. Selbst 1 Euro kann viel bewirken“, so Arndt. Der Aufruf von Sascha Arndt richtet sich jedoch auch an andere Unternehmer oder Privatpersonen, die mit ihm kooperieren möchten.

In einem nächsten Schritt plant Arndt mit seinem Team die Maskenproduktion nach Krefeld zu holen und führt hierzu gerade Gespräche mit Landes- und Bundespolitikern sowie Zulieferbetrieben: „Wir sind mit Betrieben aus Deutschland in Kontakt, die den Grundwerkstoffe von Masken, wie das Melt-Blown-Vlies in größeren Stückzahlen liefern können. Die Nachfrage aus den Krankenhäusern ist dramatisch gestiegen. Diese Krise ist nicht in ein paar Wochen vorbei ist“, so Arndt.

Sascha Arndt nutzt seine über Jahre aufgebauten Lieferketten und Netzwerke für den Import von Atemschutzmasken. „Ohne unsere Mitarbeiter in China, die unzählige Gespräche führen, wäre das alles so nicht möglich“, so Sascha Arndt.

 

Ansprechpartner für Journalisten: Till Konstanty • till(at)konstant.de